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Holzspielzeug aus dem Erzgebirge

Das Erzgebirge gilt als Wiege des deutschen Holzspielzeuges und die Herstellung dessen hat bereits eine lange Tradition. Spiele sowie hochwertige Spielzeuge sind für eine gute Entwicklung eines Kindes von großer Bedeutung. Die Persönlichkeitsentwicklung eines jeden Kindes wird gefördert und begleitet durch vielfältige Farb- und Formensprache unterschiedlichster Spielgeräte. Daher ist es auch so wichtig, dass die Utensilien aus einer hochwertigen Produktion kommen und nachhaltig gefertigt werden sowie keine Schadstoffe enthalten.

Die Herstellung von Holzspielzeug im Erzgebirge geht zurück bis in die Zeit des Erzabbaus und ist begründet durch die Rahmenbedingungen, die zu dieser Zeit herrschten. Das Erzgebirge war verkehrlich sehr schlecht erschlossen und die Landschaft konnte die Bevölkerung nur sehr schlecht ernähren. Auf Grund der oft langen und harten Winter war die Landwirtschaft sehr eingeschränkt. Mit dem Erzbergbau bildete sich ein neuer Erwerbszweig, welcher jedoch auch nur für die Männer Arbeit brachte, da die Arbeit im Bergwerk sehr anstrengend war und die Arbeiter im Dunkeln das Haus verließen und auch erst in Dunkelheit wieder heim kehrten. Außerdem forderte diese Art der Arbeit viele Verletzte und auch Todesopfer.

Nachdem der Erzertrag wieder zurück ging, musste man sich andere Beschäftigungsmöglichkeiten suchen. Da die Region über ein reiches Holzvorkommen verfügte und die meisten Bewohner handwerklich sehr geschickt waren, entstand die Holzspielzeugfertigung als eine der wichtigsten Nebenerwerbsquellen. Meist war die ganze Familie in den Herstellungsprozess integriert und besonders in den harten und langen Wintern saß man lange und fertigte verschiedenste Arten von Spielzeugen. Schnell entstanden Spezialisierungen in den Familien. Erfahrene Dreher beschäftigte sich vorrangig mit dem Reifendrehen während ein anderer daraus Tierfiguren schnitzte. Andere Teile der Familie übernahmen das Bemalen der Figuren oder wenn nötig die Montage der Einzelteile. Der Verdienst war zu dieser Zeit für die großen Mühen und vielen Stunden harter Arbeit sehr gering. Vertrieben wurden die Waren in der Regel durch fahrende Händler, die ihre Position nutzten, um die Preise zu drücken. Daraus folgte, dass es zu Zusammenschlüssen und Genossenschaften wie der Dregeno kam, um wenigstens ein Minimum an Einkommen für die Arbeiter zu sichern.

Von damals zu heute hat sich vieles verändert. Die Produktion ist vielfältiger geworden und das Spielzeug aus dem Erzgebirge ist weltweit bekannt und beliebt. Noch immer konzentriert sich die Fertigung im Spielzeugdorf Seiffen und Umgebung. Das Spielzeugmuseum in Seiffen gibt einen guten Einblick in die Geschichte und Entwicklung der Spielzeugherstellung im Erzgebirge. Die interaktive Struktur des Museums macht es den Besuchern möglich, viele Dinge selbst auszuprobieren und hautnah zu erleben.

Eine Firma, die sich mit der Herstellung von Holzspielzeug beschäftigt, ist die Firma Hess Spielzeug in Olbernhau. Diese wurde 1990 von Günter Hess gegründet, der noch als Einmannfirma in den harten Unternehmensalltag startete. Die Produktion findet nach wie vor ausschließlich in Deutschland statt. An drei Betriebsstandorten arbeiten die über 70 Mitarbeiter jeden Tag an zahlreichen Produkten. Weitere 100 Arbeiter führen Montagearbeiten von zu Hause aus durch. Mittlerweile wurde die traditionelle Handarbeit durch moderne Technik ersetzt, die den Fertigungsprozess erleichtert und deutlich beschleunigt. Moderne Drucktechniken und verschiedene CNC-Maschinen sorgen für einen reibungslosen Produktionsablauf und garantieren moderate Preise für die Kunden, trotz der Fertigung in Deutschland.

Da die Hauptzielgruppe von Hess Spielzeug Babys und Kleinkinder sind, wird Sicherheit hier sehr groß geschrieben. Durch ständige Kontrollen wird gewährleistet, dass die Einhaltung aller relevanten Sicherheitsrichtlinien erfolgt und die Produkte über eine gehobene Qualität verfügen. Die Auswahl der Firma Hess ist groß. Das farbenfrohe, innovative und kindgerechte Spielzeug spricht für sich und von Schnullerketten, Puzzles und Rasseln über Clipfiguren bis hin zu Schaukelpferden ist alles vertreten. Für die Produktion werden ausschließlich einheimische Hölzer wie Ahorn und Buche verwendet, die unter umweltfreundlichen Bedingungen verarbeitet werden. Ziel der Firma ist es, dass Leben von Babys und Kindern von Anfang an zu begleiten und interessanter zu gestalten. Außerdem sollen durch das Holzspielzeug die Entwicklung und die Fähigkeiten der Kinder gefördert werden.

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